Die Hexenjagd des 21. Jahrhunderts folgt ihren eigenen Regeln und findet besonders effektiv im digitalen Raum statt: Vergewaltigungs- und Mordfantasien per E-Mail, gezielte Hasskampagnen in den sozialen Medien.
Im zweiten Fall von Susanne Kaisers LKA-Ermittlerin Obalski wird aus digitaler Bedrohung reale Gefahr. Was zunächst nach einzelnen Angriffen auf eine Politikerin aussieht, erweist sich bald als systematische Hetzjagd auf Frauen, insbesondere solche, die erfolgreich sind.
Welche gesellschaftlichen Strukturen stecken hinter diesen neuen Formen misogyner Gewalt? Und wie macht Literatur sichtbar, was längst nicht mehr im Verborgenen stattfindet? Darüber diskutiert Moderatorin Luisa Banki mit der Autorin und Journalistin Susanne Kaiser und mit Cathrin Kriewen von der Frauenberatung Wuppertal.