Manfred Gruber hat getan, was von ihm verlangt wurde: Bewerbungen geschrieben, Maßnahmen absolviert, seine „Bemühungspflicht“ erfüllt. Und doch gilt er längst als Härtefall, abgestempelt von einem System, das in Formularen denkt.
Nah an ihrer Hauptfigur erzählt Sandra Weihs von sozialem Abstieg, Scham und stiller Wut. Wie viel Mensch bleibt im Verwaltungsakt übrig? Damit konfrontiert sehen sich auch Grubers Sachbearbeiterin, gefangen zwischen Vorschrift und Verantwortung, und eine Sozialarbeiterin, die zu vermitteln versucht. Ob vor oder hinter dem Schreibtisch: Sie alle sind Teil einer Maschinerie, die auf Kontrolle setzt und den Einzelnen aus dem Blick verliert.
Zwischen Resignation und Aufbegehren wächst der Druck. Und Manfred Gruber reagiert. Das letzte Wort hat immer das Amt? Dieser und weiteren Fragen gehen Sandra Weihs und Mladen Gladić nach.