Viele Kinder und Jugendliche aus nicht-akademischen Familien stehen vor besonderen Herausforderungen: Fehlende Vorbilder, begrenzte Netzwerke und wenig Unterstützung im Bildungssystem. Von 100 "Akademikerkindern" beginnen 74 ein Studium, bei Kindern von "Nicht-Akademikern" sind es nur 21 und lediglich acht machen einen Masterabschluss.
Woran liegt das? Und vor allem wie gelingt es, diesen Hürden zu überwinden und den eigenen Weg zu finden? Antworten geben am Freitag, den 20. November 2026 ab 18:30 Uhr die Chemikerin Dr. Emine Gökce und ihr Mann, der Physiker und Professor an der Uni Wuppertal, Bilal Gökce im KrawattenTalk in der Krawatte, Bockmühle 17a, 42289 Wuppertal.
Die Gökces kennen die Sorgen und Nöte von Kindern aus nicht-akademischen Haushalten. Bilal Gökce hat sogar ein Buch darüber geschrieben: „Erfolg kennt keine Herkunft“. Das Paar hat es geschafft, in Deutschland Karriere zu machen. Die beiden wollen jungen Menschen zeigen, dass es möglich ist, auch als erster der Familie erfolgreich zu studieren. In seinem Buch berichtet Bilal Gökce auch über Stolpersteine und darüber, wie man sie überwinden kann. Mit Einblicken in seine persönliche Lebensgeschichte sowie motivierenden Beispielen zeigt er, was Mut, Ausdauer und passende Chancen bewirken können.
Emine Gökce arbeitet in einem Labor für Umweltanalytik und macht Politik bei den Grünen im Kreisverband Krefeld. Der hat sie gerade zur Kandidatin für die Landtagswahl im nächsten Jahr aufgestellt. Emine Gökce ist Feministin und setzt sich dafür ein, dass Frauen mit Kopftuch in Deutschland als stark und emanzipiert wahrgenommen werden. Gemeinsam mit ihrem Mann kämpft sie auch in den Sozialen Medien für mehr Sichtbarkeit für ihr Thema der besseren Integration von Muslimen in Deutschland.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Krawatte ist barrierefrei erreichbar.
An der Veranstaltung beteiligt ist die Studienberatung der Bergischen Universität Wuppertal. Außerdem gibt es Informationen über Stipendien für Studierende. Durch den Abend führt Moderatorin Michaela Heiser.