Der in Jülich geborene J.W. Schirmer ist ab 1830 der erste Lehrer für das neu eingerichtete Fach Landschaftsmalerei an der Düsseldorfer Kunstakademie, mit dem die Düsseldorfer Malerschule international ihre größten Erfolge feiert. Der „erfolgreichste Kunsterzieher des 19. Jahrhunderts“ wie Schirmer genannt wurde, war ein inspirierender Mentor für über 300 Schüler und einige Schülerinnen, darunter Friedrich August de Leuw aus Gräfrath. Er verankerte die Freilichtmalerei als schulbildendes Element in der Ausbildung und kombinierte sie mit der Tradition der niederländischen Landschaftsmalerei des goldenen Zeitalters.
Marcell Perse, der Leiter des Museums Zitadelle Jülich mit der Landschaftsgalerie zu Schirmer und seinem Umfeld stellt die internationalen Verbindungen der Düsseldorfer Landschafter vor und eröffnet damit weitergehende Perspektiven zur aktuellen Ausstellung im Gräfrath-Museum. Die Veranstaltung ist Teil des Netzwerks K19 zur Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland (www.k19-rhein.de).