Mendelssohns Elias kennt man nur zu gut, es ist das bekannteste Oratorium des Komponisten im deutschen und englischen Sprachraum. Dass er auch für die liturgische Kirchenmusik ein geniales Werk geschaffen hat, ist dagegen weit weniger bekannt. Der evangelisch getaufte Komponist aus reicher jüdischer Familientradition nimmt sich eines bedeutenden Textes der katholischen Frömmigkeit an. Kein Geringerer als Thomas von Aquin dichtete zu einer Zeit, da man die verschiedenen Konfessionen in deutschen Kirchen noch nicht kannte, einen gewaltigen Lobpreis auf das, was Christen heilig ist: Das Altarsakrament. Diesen Text ehrt Mendelssohn mit einer Komposition, die die ganze Reife seiner Technik zeigt, so vielfältig sind die insgesamt sieben Sätze.
Ergänzt wird das Programm durch Motetten von Jules Vyverman und Olivier Messiaen.
Die Schola gregoriana aus Solingen stellt die gregorianische Originalmelodie vor. Zur chorischen Klangpracht versammeln sich das Kettwiger Bach-Ensemble und der Kammerchor Solingen-West. Das Athos Ensemble kommt aus Karlsruhe. Sie werden begleitet von der Liaison extraordinaire, der außergewöhnlichen Verbindung von Flügel und Harmonium. Die Leitung hat Wolfgang Kläsener, Seelsorgebereichsmusiker St. Sebastian, Solingen