Detlef Bach und Andy Dino Iussa unterhalten sich über Dinge, die andere gar nicht wahrnehmen – oder die es gar nicht gibt. Als symbiotisches Leseduo Gin & Fizz performen sie ihre Gespräche an öffentlichen Orten. Man könnte es eine unspektakuläre Form des Reenactments nennen.
Zur WOGA geben Gin & Fizz Einblick in ihre abseitigen Gedanken zum Künstlerdasein in einer geistarmen Gegenwart.
Sie erklären, warum Kunstschaffende auf ihre Ohren aufpassen müssen,
dass ein schon lange verstorbener Radio-DJ namens Mal Sondock heute fehlt,
dass ein Teppich im Atelier Wunder wirken
und dass man sich Applaus auch einfach holen kann.
Sie beweisen einmal mehr, dass Jürgen Habermas Recht hatte, als er schrieb: Gin & Fizz haben „ein „Bewusstsein von dem, was fehlt.“
Darauf einen Schoppenhauer!
Die Veranstaltungen von Gin & Fizz sind kein Kabarett. Auch keine Literatur. Eher Streifzüge durch den Swingerclub namens „Alltag & Kunst“. Ein Dildop zwischen Tiefsinn, Irrsinn und Blödsinn. Irgendwas zwischen Abenddämmerung und Morgenstern. Die Typen schreiben mehr, als sie wissen. Gin & Fizz wissen aber: es macht Spaß.