Am Sonntag, den 27. September 2026, laden wir zur letzten der neunteiligen Veranstaltungsreihe „NEU.N“ in die Begegnungsstätte ein. Es geht um unser digitales Gedenkbuch, mit dem wir die Wuppertaler Holocaust-Opfer durch kleine biografische Texte würdigen. Christine Hartung, die Leiterin dieses für die Gedenkstättenarbeit so zentralen Projekts, wird im Gespräch mit Dr. Ulrike Schrader über den Fortschritt des im November 2024 veröffentlichten Projekts berichten.
NEU.N: WWW.WUPPERTALER-GEDENKBUCH.DE
Ein Internetprojekt zur Erinnerung an die Holocaustopfer aus Wuppertal
Es war Kern und Ziel der nationalsozialistischen Ideologie und Politik, alle Juden und Jüdinnen, jeden und jede einzelne, zu töten, ihr Recht auf Leben zu leugnen und die Erinnerung an sie restlos zu tilgen. Noch von den Rändern Europas, ob im Norden Norwegens oder auf den kleinsten Inseln der Ägäis, ob an der Küste Nordafrikas oder im Osten der Sowjetunion – überall sollten Juden und Jüdinnen aufgespürt und getötet werden, vom Säugling bis zur Greisin. Nichts sollte von ihnen bleiben.
Die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal ächtet diese Absicht und möchte in dem Versuch, die Lebensgeschichten der Ermordeten zu rekonstruieren, ein Denkmal schaffen. Dabei fragen wir nach den familiären Beziehungen, nach den Wohnadressen, nach Ausbildung und Beruf, und wir versuchen uns vorzustellen, was diese Menschen geglaubt, gewünscht, gedacht und gehofft haben.
Seit November 2024 dokumentiert das Wuppertaler Gedenkbuch die Lebensdaten und Lebenswege von fast 1500 Wuppertalerinnen und Wuppertalern, die zwischen 1933 und 1945 ermordet wurden oder an den Folgen der Haft starben, weil sie jüdisch waren oder dafür galten. Es ist ein „work in progress“ – wir berichten über den aktuellen Stand.