Die internationale Produktion wird eines der vier zentralen Handlungsfelder des Pina Bausch Zentrums sein. Wir freuen uns riesig, dass zum 60. Geburtstag des Schauspielhauses Germaine Acogny in Residence mit ihrer Company bei uns arbeitet. Auf dem Weg zwischen Ruhrtriennale und Amsterdam hat die Tanzlegende aus dem Senegal Wuppertal und das Pina Bausch Zentrum under construction als Wunschort ausgewählt. Wir danken der Ruhrtriennale für die Kooperation.
Dort sind mit Josephine und Bantu „die neuesten Werke zweier kraftvoller choreografischer Stimmen zu erleben, die Geschichte nicht illustrieren, sondern aufbrechen. In beiden Stücken steht der Körper als Archiv kolonialer Vorstellungswelten, Geschichte, Widerstand und Neudefinition im Mittelpunkt.“
Bei der offenen Probe erleben wir Auszüge aus BANTU mit dem fantastischen Ensemble. Wer den ganzen Abend erleben möchte, sollte sich noch schnell eines der letzten Ticktes für As we are in der Gebläsehalle, Landschaftspark Duisburg-Nord, sichern.
Gregory Maqoma entwickelt Bantu, eine Choreografie für zwölf Tänzer*innen aus unterschiedlichen Traditionen, die ihre Kunst in einer lebensfrohen Verbundenheit zusammenführen, als Hommage an die Einflüsse von Germaine Acogny und ihrer École des Sables. Bantu geht auf den Ursprung des Wortes zurück: Menschsein und Verbundenheit. Bantu ist ein Fest des Lebens, ohne dabei die soziale Realität des Kontinents außer Acht zu lassen. Es ist ein energiegeladenes Tanzstück, das nach universeller Menschlichkeit strebt.
CARTE BLANCHE À GERMAINE ACOGNY: Sie gilt als die Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes, überdies ist sie eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen des gesamten Kontinents. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und mit Blick auf europäische Choreografien, entwickelte sie ihre ganz eigene Technik. Mittlerweile ist Acogny seit mehr als 50 Jahren auf internationalen Bühnen und als Lehrerin junger Tänzer*innen im Senegal sowie weltweit aktiv.
In dem von ihr und Helmut Vogt gegründeten Tanzzentrum École des Sables gibt sie ihr Wissen weiter. Ein mit der Pina Bausch Foundation organisiertes Fellowship kümmert sich um Bildung und Förderung. 2019/2020 entstand common ground[s] • Das Frühlingsopfer als eine Gemeinschaftsproduktion von Pina Bausch Foundation, École des Sables und Sadler's Wells.
Bantu ist eine Koproduktion von The Joyce Theater New York, Théâtre de la Ville de Paris, und Théâtres de la Ville du Luxembourg.