Filippa Gojo – Gesang, Soundtoys
Eva Pöpplein – Elektronik, Komposition
Janko Hanushevsky – präparierte Bassgitarren, Komposition
In ihren „Poems from the Moor“ besingt die Dichterin Emily Brontë (1818-48) die sturmumtoste Schönheit der Yorkshire Moors, in denen sie aufwuchs. In ihren Moor-Gedichten entwirft sie eine wilde Gegenwelt zum strengen Leben im viktorianischen England. Elektronikerin Eva Pöpplein und E-Bassist/Komponist Janko Hanushevsky vertonen diese Moor-Gedichte zu Songs, die sie mit Sängerin Filippa Gojo zu einer lebendigen Performance verdichten. Ihren Liedzyklus orchestrieren sie mit einer elektro-akustischen Komposition aus Moor-Fieldrecordings und bioakustischen Aufnahmen von Wasserkäfern. Energetische Improvisation trifft auf elektro-akustische Komposition. Das Prinzip der Torfbildung übersetzen die drei in ihrem Liederzyklus musikalisch: Vibrierende Akkordlayers und flirrende Cluster aus Stimme, präpariertem E-Bass und Elektronik, Field-Recordings und Lyrik verbinden sich zu einem großen Klang, der die Jahrhunderte miteinander in Beziehung setzt. Mit PEATLAND PARADISE zelebriert das Trio musikalisch die Schönheit, die Einzigartigkeit und die Zerbrechlichkeit des Ökosystems Moor, dessen zentrale Rolle im Kampf gegen die Klimakrise erst langsam eine breite Öffentlichkeit erfährt.
Das Duo Merzouga von Elektronikerin Eva Pöpplein und E-Bassist Janko Hanushevsky arbeitet am Übergang von Klangkunst, elektro-akustischer Musik und Sprache. Uraufführungen in der Elbphilharmonie Hamburg, Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Deutsche Oper am Rhein, HAU Berlin. Klanginstallationen im Humboldt Forum Berlin, Alte Pinakothek München, Museo Franz Mayer Mexico Stadt und im Museum Schnütgen. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, in allen ARD-Anstalten und in zahlreichen europäischen Ländern ausgestrahlt. Releases auf GRUENREKORDER und Prospero Classics, sowie auf internationalen Compilations, u.a. dem WIRE TAPPER.
www.merzougamusic.com
Filippa Gojos experimentierfreudiger, berührender Gesang und ihre Neugier auf unterschiedlichste vokale Ausdrucksformen sind zentral für ihr künstlerisches Schaffen. Schon während ihrem Jazzgesang-Studium an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln spielte Filippa Gojo mit deutschen Jazz-Größen und renommierten Klangkörpern wie der WDR Bigband, sowie ihrem eigenen Quartett. 2014 wurde sie mit dem Förderstipendium der Stadt Köln für Jazz und improvisierte Musik, dem Horst und Gretl Will Stipendium, ausgezeichnet. 2015 erhielt sie mit ihrem “Filippa Gojo Quartett” sowohl den Bandpreis des NEUEN DEUTSCHEN JAZZPREISES, als auch den SOLISTENPREIS. Von 2016 bis 2023 unterrichtete Filippa Gojo Jazz- /Popgesang an der Musikhochschule Freiburg, seit 2023 ist sie Professorin für Jazzgesang an der Hochschule für Musik Nürnberg.
https://www.filippagojo.de