Zwei Menschen, die sich nichts zu sagen haben – und ein Leben, das sie verbindet. Eine leise Geschichte über Vorurteile, Würde und späte Freundschaft.
Atlanta, 1948: Die wohlhabende, eigenwillige Miss Daisy Werthan ist es gewohnt, ihr Leben selbst zu bestimmen. Nach einem Unfall besteht ihr Sohn jedoch darauf, einen Chauffeur einzustellen. Hoke Coleburn, geduldig und klug, tritt seinen Dienst an – und stößt zunächst auf entschiedene Ablehnung. Was als Zweckgemeinschaft beginnt, entwickelt sich über 25 Jahre zu einer ungewöhnlichen, berührenden Verbindung.
Die Inszenierung von Frank Matthus bewegt durch zwei herausragende Darsteller: Doris Kunstmann in der Titelrolle und Ron Williams als Hoke Coleburn, deren Spiel leise Komik und große Tiefe verbindet. Ergänzt wird das Ensemble durch Hans Machowiak als Sohn Boolie Werthan.
Alfred Uhrys vielfach ausgezeichnetes Schauspiel erzählt mit feinem Humor und großer Menschlichkeit von gesellschaftlichen Umbrüchen, Rassismus und der Frage, wie Nähe entstehen kann, wo Distanz gewachsen ist. Ohne Pathos, aber mit präziser Beobachtung zeigt das Stück, wie sich Vorurteile leise verschieben – und wie Respekt wachsen kann.
Ein bewegendes Kammerspiel, das berührt, ohne laut zu werden – und gerade deshalb lange nachklingt.
Ron Williams ist Preisträger des INTHEGA-Vorstands 2024, Doris Kunstmann ist Preisträgerin des INTHEGA-Vorstands 2012.
Preise: 25,- €; Jugendticket: 5,- €
Rabatte: TheaterCard; Teos RemscheidTicket; Abo S