Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi · Libretto von Arrigo Boito nach ›The Tragedy of Othello‹ von William Shakespeare · In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln »Ich glaube an einen grausamen Gott, der mich nach seinem Bild erschaffen hat.« Quälende Eifersucht, mangelnde Impulskontrolle und ein Taschentuch als verhängnisvolles Beweisstück: Eigentlich könnte Otello zufrieden sein – siegreich aus der Schlacht zurückgekehrt, wird er von seiner Frau Desdemona liebevoll empfangen. Doch nicht alle gönnen dem General seinen Erfolg. Sein Fähnrich Jago ist von Neid zerfressen und von Machtgier und Begierde getrieben. Mit perfider Raffinesse pflanzt er Otello unbemerkt den Samen der Eifersucht ein, dessen Auswüchse am Ende nicht nur ein Menschenleben kosten werden. Die junge Regisseurin Katharina Kastening, dem Wuppertaler Publikum bereits durch ihre gefeierte Inszenierung von THUMBPRINT bekannt, nimmt Verdis vorletzte Oper genau unter die Lupe. Sie hinterfragt das Werk differenziert und bringt neue weibliche Perspektiven auf die Bühne. Verdis Musik überzeugt mit groß(artig)en Melodiebögen, leidenschaftlicher Dramatik und einer erschreckend aktuellen Thematik – ein Opernerlebnis, das unter die Haut geht. Wem könnte das besonders gefallen? Menschen ab 16 Jahren, die auf Drama stehen, ein Faible für italienische Oper haben oder große Chöre lieben.
Besetzung
Yorgos Ziavras (Musikalische Leitung)
Katharina Kastening (Inszenierung)
Matthias Kronfuss (Bühne)
Devi Saha (Kostüme)
Frouke ten Velden (Videodesign)
Ulrich Zippelius (Chor)
Laura Knoll (Dramaturgie)
Charne Rochford, a. G. (Otello)
Zurab Nakeuri, a. G. (Jago)
Milan de Korte (Cassio)
Zicong Han* (Cassio)
Sergio Augusto (Roderigo)
Oliver Weidinger (Ludovico)
David Jerusalem Schnitzler (Montano)
Andreas Heichlinger (Ein Herold)
Francesca Chiejina, a. G. (Desdemona)
Rosamond Thomas* (Emilia)
Edith Grossman (Emilia)
Opernchor der Wuppertaler Bühnen ()
Extrachor der Wuppertaler Bühnen ()
Sinfonieorchester Wuppertal ()