LOUISE FARRENC Ouvertüre Nr. 1 e-Moll op. 23 GERALD FINZI Klarinettenkonzert c-Moll op. 31 DMITRI SCHOSTAKOWITSCH Sinfonie Nr. 8 c-Moll op. 65 Mit Louise Farrenc fällt der Blick auf eine hochbegabte Komponistin, die allzu lange auf ihre Wiederentdeckung warten musste. Aufgewachsen in einer Pariser Künstlerkommune, wurde sie zu einer überaus virtuosen Pianistin, studierte Komposition bei Anton Reicha, zu dessen Schülern auch Hector Berlioz, Franz Liszt und Charles Gounod gehörten, und wurde als erste Frau überhaupt Professorin am Pariser Konservatorium. Ihre Ouvertüre Nr. 1 e-Moll ist noch ganz dem Geist der Wiener Klassik verschrieben und dennoch voller Dramatik. Sie besticht durch machtvolle Blechbläserakkorde ebenso wie durch delikate Holzbläserstimmen. Im anschließenden Klarinettenkonzert des englischen Komponisten Gerald Finzi darf das Soloinstrument vor allem in mal lyrischen, mal melancholischen Melodien schwelgen. In die dunklen Abgründe der Musik führt zum Abschluss Dmitri Schostakowitschs gewaltige Sinfonie Nr. 8 mit ihren hämmernden Marschrhythmen und klagenden Trauergesängen. Im doppelten Debüt sind die junge Dirigentin Ana María Patiño-Osorio und Klarinettistin Shelly Ezra zum ersten Mal zu Gast beim Sinfonieorchester Wuppertal. Konzerteinführung mit Prof. Dr. Lutz-Werner Hesse So. 10:30 Uhr und Mo. 18:45 Uhr Shelly Ezra ist
›Solistin in der Schule‹