Zwischen Weltraum-Nebel und Fuzz-Gewitter: Die neue Ära der Bloodflowers.
Dass Bloodflowers cineastische Welten erschaffen können, ist spätestens seit ihrem Debütalbum „NEBULA“ (2023) und dem Ritterschlag durch das Visions Magazine bekannt („David Lynch würde hier Inspiration finden“). Doch wer glaubt, die Band ruhe sich auf sphärischen Träumereien aus, hat die Rechnung ohne ihre aktuelle Metamorphose gemacht.
Härter, kompromissloser, lauter. Die neuen Songs der Bloodflowers markieren einen Wendepunkt. Während die indonesische Sängerin und Gitarristin Nadia Wardi weiterhin für die spirituelle Tiefe und die einnehmenden Melodien sorgt, hat die Band den Regler für die neuen Aufnahmen deutlich nach rechts gedreht. Das Ergebnis ist ein Sound, der den Psychedelic Rock mit der rohen Energie des Stoner Rock und einer neuen, kantigen Härte auflädt.
Tristan Müller (Gitarre), Yanco Przyborowski (Bass) und Matthias Köhnen (Schlagzeug) lassen die Verstärker nun öfter im Fuzz-Gewitter aufheulen. Die Melodien sind geblieben, doch das Fundament ist massiver geworden. Licht und Schatten weichen einer intensiven Dynamik, die live wie eine physische Welle über das Publikum rollt.
Bloodflowers 2026 – das ist nicht mehr nur eine Reise durch die Gedankenwelt, sondern eine energetische Ansage. Eine Geschichte von Mut und Kraft, die jetzt mit noch mehr Druck erzählt wird.