1990er-Jahre, irgendwo in Deutschland. Jonas ist schmächtig, still – und hat Angst. Erst vor den Jungs auf dem Schulhof, später vor sich selbst. Denn je tiefer er in eine Skinhead-Clique rutscht, desto mehr wächst etwas in ihm, das raus will: Wut. Auf die Schläger, auf seinen Vater, auf das ganze verlogene System. Und als es auf einem Konzert eskaliert, schlägt Jonas zurück, härter, als er je für möglich gehalten hätte. Wut in Fleisch erzählt vom Sog der Gewalt, von Freundschaft im Falschen und der Frage: Ab wann ist man eigentlich rechts? Und wie kommt man da wieder raus?
Lesung und Gespräch mit Hank Zerbolesch. Moderation: Claudia Cosmo.