Vom Pariser Innenhof auf die Bühne der Bandfabrik. Alles begann im März 2025 in der Cité internationale des Arts in Paris. Ein zufälliger Moment: Der Klang italienischer Renaissancemusik weht über den Hof, bricht auf in freie Improvisation und findet sanft zurück in seine barocke Struktur. Aus dieser Begegnung zwischen den Ensembles von Jakob Jentgens und Anna Fusek entstand ein Quartett, das heute musikalische Brücken schlägt, die Jahrhunderte überspannen.
Das musikalische Konzept: Zwischen Struktur und Freiheit
Dieses Programm ist mehr als ein Konzert – es ist eine Live-Erkundung der europäischen Musikgeschichte.
Die Wurzeln: Wir reisen zurück zu den Anfängen unserer heutigen Tonalität. Filigrane Renaissance-Themen bilden das Fundament.
Der Kontrast: Die historische Klangwelt von Laute, Theorbe und Blockflöte trifft auf die moderne Ausdruckskraft von Saxophon und Kontrabass.
Die Wandlung: In virtuosen Dialogen verwandeln sich festgeschriebene Kompositionen fließend in zeitgenössische Improvisationen. Dabei verschmelzen erweiterte Spieltechniken des Saxophons mit dem rhythmischen Puls des Barock.
Die vier Virtuosen – eine gemeinsame Sprache:
Anna Fusek (Flöte, Violine, Klavier): Eine Ausnahmeerscheinung der Alten Musik. Die Multi-Instrumentalistin debütierte als Solistin in der Berliner Philharmonie und leitet heute europaweit Ensembles zwischen Barock-Oper und moderner Performance.
Gianluca Geremia (Renaissancelaute, Theorbe): Der junge Meister aus Venedig verbindet historische Treue mit zeitgenössischem Geist. Er ist Preisträger bedeutender Wettbewerbe und gefragter Solist in Orchestern wie Il Pomo d’Oro.
Béla Bluche (Kontrabass): Ein musikalischer Grenzgänger. Er verwebt Einflüsse aus Klassik, Jazz und Rock zu einem tiefen, erdigen Groove, der das Quartett rhythmisch zusammenhält.
Jakob Jentgens (Saxophon): Ein Klangsucher in der Improvisation. Er nutzt sein Instrument als Brücke zu Tanz und Performance, um Hörgewohnheiten zu erweitern und emotionale Begegnungsmomente zu schaffen.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Wuppertal.
Höreindrücke – Entretemps: https://entretemps-music.com/videos/