Fritz Schaefler (1988-1954) war ein erfolgreicher expressionistischer Maler und Grafiker, der eng mit Protagonist:innen der Brücke und des Blauen Reiter befreundet war. 1927 zog er nach Köln. Von den Nationalsozialisten als „entartet“ eingestuft und 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“ ausgestellt, wurden seine Werke aus deutschen Museen beschlagnahmt und zerstört.
Seine an MS erkrankte Frau Vera nahm sich 1938 aus Angst vor den Euthanasie-Programmen das Leben. Um den Bombenattacken auf Köln zu entgehen, verbrachte Fritz Schaefler die letzten Kriegsmonate im Bergischen Land. Schaeflers Werke wurden von dem rheinischen jüdischen
Industriellen Joseph Heymann gesammelt und er selber durch ihn gefördert. Heymann flüchtete 1937 mit seiner Kunstsammlung nach Großbritannien. Der Nachlass Schaeflers wurde erst kürzlich von Van Ham Art Estates wieder mit der Sammlung Heymann zusammengeführt.
Diese Schau verbindet die Geschichte der Sammlung und das Schicksal der Familie Heymann mit dem des Künstlers. Neben Portraits der Heymanns und Dokumenten aus dem Familienbesitz werden Werke Schaeflers aus dem Bergischen Land und Köln gezeigt.
Die Ausstellung wird von Van Ham Art Estates Köln unterstützt.