Rudi Mahall - Bassklarinette
Valentin Garvie - Trompete
Sebastian Gramss - Kontrabass
Thomas Sauerborn - Schlagzeug
In unserer Welt der Handyklingeltöne und Warteschleifenmelodien hält dieses Trio den Kontakt zu den unerschöpflichen Energiereserven der Jazztradition aufrecht und verleiht diesen fossilen Kräften einen raffinierten, neuen Rahmen. Fossile 3 ist stark von den alten Schellackplatten und Single-Formaten beeinflusst: Kompakte Themen, kleine Variationen und kompromisslose Soli … kurz und knackig ist das Motto…
Rudi Mahall, Sebastian Gramss und Thomas Sauerborn spielen mit den Urkräften der Jazztradition und transportieren sie ins Hier und Jetzt. Kurz und knapp, kraftvoll und intensiv
Für die Tourneen 2025 mit dem neuen HΞLIX Programm wird das Trio mit dem argentinischen Trompeter Valentin Garvie (Hess. JazzPreisträger / Ensemble Modern) zum Quartett….
" ....erdige Musik mit griffigen Melodien von der europäischen Jazzanvantgarde“ (Der Spiegel)
"Rudi Mahall + Sebastian Gramss: Das Gipfeltreffen der tiefen Töne“ (Jazzthetik)
"...eine Wundertüte voller skurriler Miniaturen, sehr knapp und prägnant“ (DA)
"Mahall + Gramss setzen mit Fossile 3 ein besonderes Ausrufezeichen! (Jazzthetik )
" Eindringlich + intensiv: Sehr lebendige Fossile... beeindruckende Musiker + orginelle
Kompositionen" (Gitarre + Bass 02/2011)
" hohes artistisches Niveau + verblüffender Esprit" (Hifi & Records 02/11)
RUDI MAHALL ist ein deutscher Bassklarinettist im Bereich des zeitgenössischen Jazz. Er gilt als „einer der international am meisten gefragten Jazzmusiker aus Deutschland“. Er ist bekannt für seinen natürlichen Witz auf der Bühne, der jede Aufführung zu einem Ereignis macht. Zu den Band-Zusammenhängen, an welchen er beteiligt war oder noch ist, gehören Der Rote Bereich (zunächst mit Frank Möbus, Marty Cook, Jim Black und Henning Sieverts) und Pro Susi, nach dem Umzug nach Berlin 1993 dann Die Enttäuschung (mit u. a. Axel Dörner, Jan Roder) sowie unter anderem Fossile3 (mit Sebastian Gramss) sowie Fusk (mit Kasper Tom Christiansen, Philipp Gropper, Andreas Lang). Er war an mehreren Projekten und CDs mit Aki Takase beteiligt (u. a. über die Musik von Eric Dolphy und Fats Waller) und hat an Alexander von Schlippenbachs Gesamteinspielung des Werks von Thelonious Monk und dem Globe Unity Orchestra mitgewirkt. Darüber hinaus gab er Konzerte mit Conny Bauer, Lee Konitz, Barry Guy, Karl Berger, Paul Lovens, Sven-Åke Johansson (Six Little Pieces for Quintet, 2000), Radu Malfatti, Ed Schuller, Ray Anderson, Kenny Wheeler, Hannes Bauer und vielen anderen. Seit 1999 arbeitet er bei etlichen Projekten mit dem saarländischen Jazz-Posaunisten Christof Thewes zusammen. 2023 bildete er das Trio Mostly Monk mit Geoff Goodman und Matthieu Bordenave. Rudi Mahall erhielt 2011 den SWR-Jazzpreis.
SEBASTIAN GRAMSS Der in Köln lebende Kontrabassist und Komponist Sebastian Gramss zählt zu den führenden Persönlichkeiten der deutschen Jazz- und zeitgenössischen Musikszene. Seine Werke wurden 2013 und 2018 mit dem ECHOPreis ausgezeichnet, und 2022 erhielt er gleich zweimal den renommierten Deutschen Jazzpreis. Tourneen und Konzerte führen ihn nach Afrika, Australien, Asien, Russland, in die USA, nach Indien, Japan und Mexiko sowie zu bedeutenden Festivals und Clubs in ganz Europa. Neben seinen lokalen Bands und Projekten initiierte Gramss zahlreiche internationale Kooperationen und betonte damit die langfristige Vernetzung der Musikkulturen weltweit. Er hat über 40 CDs unter seinem Namen veröffentlicht. Zuletzt tourte er mit Trios wie SLOWFOX, der sechsköpfigen Band METEORS, dem sozialkritischen Kollektiv „Hard Boiled Wonderland“ und dem Large Ensemble STATES OF PLAY. Neben seinen eigenen Projekten komponierte er Musik für Pina Bausch und das Ensemble Modern sowie viele andere. Für seine CDs „Thinking of…“ (WERGO) und SLOWFOX (2021 und 2023) wurde er mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Seine innovativen Bass-Aktivitäten reichen vom Soloprogramm „ATOPIE“ über die langjährige internationale Kontrabass-Duo-
Reihe „Double the Double Bass“ (mit über 50 Konzerten) bis hin zu „Sebastian Gramss’ BASSMASSE“ mit bis zu 50 Kontrabassisten (u. a. Auftritte beim Moers Festival, in Tokio 2015/Mexiko 2017 und bei der Cologne Jazzweek 2022). Er ist Professor an den Universitäten Köln und Osnabrück.
THOMAS SAUERBORN Thomas Sauerborn ist ein in Köln lebender Schlagzeuger, Komponist und Bandleader. Er studierte am Conservatorium van Amsterdam (CvA) und an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (HfMT), wo er seinen persönlichen Stil verfeinerte und die Kunst des Komponierens und Kontrapunkts erlernte. Anschließend absolvierte er mit einem DAADStipendium sein Masterstudium am Rytmisk Musikkonservatorium (RMC) in Kopenhagen, wo er sich intensiv mit seiner künstlerischen Vision der Improvisation auseinandersetzte und seine Forschung zur Solomusik für ein hängendes Becken begann. Er arbeitet in verschiedenen Formationen, darunter die Club-orientierte Experimental-Trip- Music-Band Das Ende der Liebe, das europäische Intuitive-Improvisations-Ensemble Mount Meander mit Lucas Leidinger, Karlis Auzins (LV) und Tomo Jacobson (PL/DK) sowie das Kölner Trio Pollon mit Theresia Philipp und David Helm, das mit seinem aktuellen Album ΔΔΔ für den Deutschen Jazzpreis 2023 nominiert wurde. Sein Debütalbum als Bandleader und Komponist, KYIWI, erschien 2021. Mit seinem eigenen Plattenlabel Anunaki Tabla, das er 2019 zusammen mit den Berliner Künstlern Kenn Hartwig und Andreas Völk gründete, treibt er seine Innovationskraft weiter voran. 2024 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum [zimbel], das seine Expertise in der Beckenforschung und experimentellen Musik unter Beweis stellt. Neben seiner kreativen Tätigkeit als Bandmitglied und -leader ist Thomas ein aktiver Teil der deutschen Jazz- und Improvisationsmusikszene. Er arbeitet mit Headless Society, The Resonators, Janning Trumann 4, Shannon Barnetts Wolves & Mirrors, dem Subway Jazz Orchestra, Sebastian Gramss' STATES OF PLAY und Colonel Petrovs Good Judgement zusammen und hat bereits ausgiebig in Ländern Europas, Afrikas, Asiens und Nordamerikas
getourt.
VALENTÍN GARVIE ist ein argentinischer Trompeter. Er studierte zunächst Theorie und Komposition bei Marcelo Perticone in Mar del Plata,
bevor er 1993 nach Buenos Aires zog; dort studierte er Musik an der Universidad Católica Argentina und machte seinen Abschluss mit
Schwerpunkt im Fach Dirigieren. Parallel dazu studierte er Trompete bei Rafael Morelli. Es spielte neben Jazz (wo er sich auch als Posaunist betätigte) klassische Musik (etwa als Erster Trompeter des Orquestra Académica del Teatro Colón), auch im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis (mit Zink und Naturtrompete) und der zeitgenössischen Musik (etwa als Gründungsmitglied des Ensamble XXI). Von 1999 bis 2001 studierte Garvie Trompete an der Royal Academy of Music in London bei Howard Snell und John Wallace, wo er den Principal’s Prize als „herausragender Student“ erhielt. Garvie lebte seit 2002 in Frankfurt als Mitglied des Ensemble Modern, mit dem er an zahlreichen Produktionen. Seit 2010 gehörte er auch zum Jazzensemble des Hessischen Rundfunks sowie zum Crespo Brass Ensemble. Er war Mitglied bei Worldbrass und spielte zudem mit dem London Sinfonietta, dem Hallé-Orchester, German Brass und dem Brassensemble des Luzern Festival Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester und dem WDRFunkhausorchester. Überdies trat er solistisch auf; 2009 erschien seine Porträt-CD Ut supra. Zunehmend wurde er auch als Jazzspieler aktiv, leitete ein eigenes Quintett und trat mit Musikern wie Bob Degen, Uli Schiffelholz, Wilson de Oliveira, Sebastian Gramss und Camila Nebbia auf. Seit 2018 lebt Garvie wieder in Buenos Aires, wo er als musikalischer Leiter im Teatro Colón und als Trompetensolist und Komponist arbeitet. Seine Werke für Trompete und Orchester wurden vom argentinischen Orquesta Sinfónica Nacional und anderen renommierten Orchestern gespielt. 2025 leitete er ein Konzert mit eigenen Werken mit dem Ensemble Modern. Garvie unterrichtete in der Internationalen Ensemble Modern Akademie, beim Festival Internacional de Inverno de Campos de Jordao in Brasilien und leitet regelmäßig Kurse und Meisterklassen in Argentinien. Garvie wurde 2007 mit dem Titel des „Associate of the Royal Academy of Music“ geehrt. 2012 erhielt er das Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt. 2015 wurde er als beständiger Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik mit dem Hessischen Jazzpreis 2015 ausgezeichnet. 2019 erhielt er die Diploma al Mérito der Fundación Konex.
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Bandcamp: https://fossile3.bandcamp.com
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